Mein Standort

Kontakt

St. Georgs Weg 6

68642 Bürstadt

E-Mail:

bewusst@jetzt-bewusst.de

Tel: 0173 515 9290

Therapie & Beratung möglich:

Montag - Samstag

nach Terminvereinbarung

Ich antworte in der Regel innerhalb von 1-2 Werktagen. Sollten Sie keine Antwort erhalten, schauen Sie bitte in Ihren SPAM-Ordner.

  • Facebook Social Icon
  • Instagram Social Icon

Keine Neuigkeiten mehr verpassen

Impressum
 

Sabine Terhorst

Nordheimer Str. 29

68623 Lampertheim

Adresse der Räumlichkeiten:

St. Georgs Weg 6

68642 Bürstadt

 

UST-ID: 94 262 310 571 

Bankverbindung:

IBAN: DE39 5089 0000 0057 0031 03

BIC: GENODEF1VBD

 

Tel: 0173 5159290

E-Mail: bewusst@jetzt-bewusst.de

Internetadresse: www.jetzt-bewusst.de

 

Disclaimer und Datenschutzbestimmungen

Yoga - ein Weg zur Heilung


Yoga ist für viele Menschen vor allem mal ein besondere Form der Körperertüchtigung. Die meisten schätzen sehr, dass es im Anschluss eine Endentspannung gibt und leider verbinden viele auch damit das Bild, dass man Yoga nur dann praktizieren könne, wenn man sehr beweglich ist. Aber das wird dem Yoga aus meiner Sich nicht gerecht. Und es erfasst nur einen kleinen Teil von dem, was Yoga eigentlich wirklich bedeutet.

Yoga ist Sanskrit und bedeutet "anjochen". Dies ist - wenn man es einfach halten will - ein anderes Wort für "verbinden". Denn das gehört zum Yoga: die Verbindung mit sich selbst und dem großen Ganzen herzustellen.


Hierzu hat Patanjali den achtstufigen Weg beschrieben. Viele haben den Begriff Ashtanga-Yoga sicher einmal gehört. Ashtanga ist Sanskrit und bedeutet einfach nur "8". Und dieser Weg teilt sich in diese Stufen auf:

1. Yama – Kontrolle oder der Umgang mit der Umwelt 2. Niyama – Disziplin oder der Umgang mit sich selbst 3. Asana – der Umgang mit dem Körper 4. Pranayama – Kontrolle des Atems 5. Pratyahara – Rückzug der Sinne 6. Dharana – Konzentration 7. Dhyana – Meditation 8. Samadhi – das Höchste: die innere Freiheit


Diese Stufen bauen aufeinander auf und der Philosophie folgend, kann man Samadhi nur erreichen, wenn man alle sieben Stufen vorher durchgeführt hat.


(Übrigens: die Yogarichtung "Ashtanga-Yoga" ist nicht - nur weil sie so heißt - die einzig wahre Yogarichtung. Es ist eine Variante, die vor allem Menschen sehr nahe kommt, die gerne intensiv mit dem Körper arbeiten um so besser in die Konzentration und später auch Meditation zu kommen.)


Warum ist das nun der Weg zur Heilung? Weil in diesem "System" eben nicht nur der Körper betrachtet wird (wie bei vielen Sportarten), oder nicht nur der Geist (wie zum Beispiel im Buddhismus), sondern beides wird in Harmonie gebracht. Und durch diese Praktiken, findet auch die Seele ihren Mittelpunkt. Dabei ist es aber nicht wichtig, ob Du an eine Seele glaubst oder nicht. Denn Du arbeitest mit Deinem Körper, Deinem Atem und Deiner Konzentration. Der Atem stellt dabei ein sehr verbindendes Element dar. Er ist eigentlich zentral, denn mit und über ihn fließt die Energie, die Dein Körper braucht. Und nur wenn alles drei miteinander spielt, fühlst Du die heilende Wirkung, die Yoga haben kann.


Ich möchte Dir hierzu ein kleines Beispiel aus meinen Erfahrungen als Yogalehrerin geben. Wenn wir Übungen praktizieren, sind natürlich auch immer Stellungen dabei, die fordender sind. Selbst eine Vorwärtsbeuge kann für einen Menschen, der sehr versteifte Bänder und Gelenke hat, sehr anstrengend sein. Neigt sich dieser Mensch nach vorne, beginnt der Körper schnell Signale wie zum Beispiel den Dehnungsschmerz zu senden. Mit diesem Dehnungsschmerz verändert sich dann auch automatisch der Atem. Wichtig ist nun darauf zu achten, dass man nur soweit in die Dehnung geht, wie der Atem noch fließen kann. Wenn das bedeutet, dass man mehr oder minder noch aufgerichtet sitzt, dann ist das eben so. Auch ein Ziehen mit Stoffbändern oder ähnliches, verhindert nicht, dass der Atem anfängt zu stocken. Ist man in einer Übung so drin, dass man den Atem anhält um sie zu halten, ist man NICHT in Harmonie. Die Energie (=Sauerstoff) kann nicht mehr fließen. Die Zellen beginnen zu verkrampfen und letztendlich erreicht man nur das Gegenteil. Denn zum einen verkrampft der Körper und gleichzeitig verkrampft der Geist. Beides wird eng. In beiden Bereichen kann keine Energie mehr fließen. Vielleicht ärgert sich dieser Mensch, weil es weh tut, weil er es ja doch nicht hin bekommt und im schlimmsten Fall gibt er auf.

Wenn er aber nun seine Grenze respektiert, mit (vielleicht) geschlossenen Augen seine Dehnung spürt und immer noch fließend atmet, dann kann er sich entspannen. Mit der Entspannung öffnen sich seine Zellen. Durch den Atem kann weiterhin die Energie (=Sauerstoff) in seinem Körper fließen und mit der Entspannung weitet sich auch sein Geist. Mehr noch, denn durch die Entspannung entkrampfen sich auch seine Bänder und wenn er ein bisschen Geduld hat, wird er automatisch ein bisschen weiter in die Vorwärtsbeuge kommen. Dies wird ein Erfolgserlebnis auslösen. Er wird bereit sein, es wieder zu versuchen. Und der liebevolle Umgang mit sich selbst verhindert, dass er abfällig über sich selbst spricht.


Was ist an dem Beispiel denn nun 'heilsam'? Der Mensch, der MIT und nicht GEGEN seinen Körper arbeitet, wird heilen. Der Mensch, der seinen Atem beobachtet und dadurch seinen Körper besser beobachten kann, wird heilen. Der Mensch, der durch diese Übungen seinen Geist entspannt und sich dadurch öffnen kann, wird heilen. Der Mensch, der liebevoll seinen Körper annimmt und ihn nicht zum Funktionieren zwingt, kann heilen. Heilen kann dabei sein, seine Grenzen tatsächlich anzunehmen. Wir können manche Dinge nicht ändern. Aber wir können lernen, mit ihnen zu leben und sie in unser Leben zu integrieren. Und es ist meine tiefste Überzeugung, dass der Weg des Yoga genau das leisten kann.


Selbst ein Mensch, der keine Körperübungen mehr machen kann, kann sie zum einen Visualisieren (was wissenschaftlich nachgewiesen eine Auswirkung auf den Körper hat) und über die Atmung, Konzentration und Meditation den Geist weiten und dadurch in die Einheit kommen.


Daher an alle, die glauben, Yoga sei nur etwas für sportliche und gelenkige Menschen: Yoga ist für jeden geeignet. Für Kinder genauso wie für Senioren. Für gesunde Menschen genauso wie für Menschen, die eine Behinderung haben. Für füllige Menschen genauso wie für schlanke. Denn Ziel des Yoga ist nicht der perfekte Kopfstand oder eine andere, biegsame Position einzunehmen, sondern Deinen Körper, deinen Geist - und deine Seele zu vereinen. Eins zu werden. Oder schlicht, dich wieder mit dir selbst zu verbinden.


Übrigens: Ein großer Yogi, Sadhguru, hat einmal gesagt "Yoga wirkt auch dann, wenn Du es aus den falschen Gründen tust." ;-)


Lebe BEWUSST - Yoga kann Dir dabei helfen